Losverfahren an den Universitäten für Human- und Zahnmedizin

Jedes Losverfahren ist eine Chance auf einen Studienplatz in Human- oder Zahnmedizin unabhängig von Abiturnote oder anderen Kriterien.

Studienplätze für Medizin- und Zahnmedizin werden an den Universitäten immer dann im Losverfahren vergeben, wenn innerhalb des regulären Zulassungsverfahren nicht alle Studienplätze belegt werden können. Dies passiert häufig, wenn Bewerber mehrere Studienplatzzusagen erhalten, und sich erst spät entscheiden (dazu „Studienplatzvergabe-Chaos“ bei Spiegel-Online). Anschließend kommt es zu Nachrückverfahren, die sich weit bis in das Semester hinein ziehen können.

Welche Losverfahren für Studienplätze in Medizin- und Zahnmedizin gibt es?

Prinzipiell gibt es einmal die Losverfahren für Studienplätze bei den Universitäten selbst. Dort kann man sich sowohl zum Sommer- und zum Wintersemester für die Losverfahren für Medizin- und Zahnmedizin innerhalb der Fristen anmelden. Hier wird unterschieden zwischen den Losverfahren für das 1. Semester in Medizin- und Zahnmedizin sowie dem Losverfahren für höhere Fachsemester in Medizin- und Zahnmedizin. Die meisten Universitäten lassen nur Anmeldungen für die Losverfahren für höhere Fachsemester zu. Allerdings kommt es fast nie zu einem Losverfahren, weil durch die vielen Bewerber die Studienplätze in Medizin- und Zahnmedizin spätestens im Nachrückverfahren besetzt werden.

Anders ist dies beim Losverfahren von Hochschulstart. Hochschulstart vergibt die Studienplätze für das 1. Fachsemester in zulasssungsbeschränkten Studiengängen wie Medzin- und Zahnmedizin. Alle Studienplätze, die nach den Clearingverfahren unbesetzt sind, werden im Losverfahren vergeben. Für die Teilnahme am Losverfahren von Hochschulstart für Human- oder Zahnmedizin ist keine vorherige Bewerbung nötig. Es ist ausreichend sich für die Clearingverfahren anzumelden. Clearingverfahren ist der Name des Losverfahrens bei Hochschulstart für das 1. Fachsemester. Auch beim Losverfahren für Human- und Zahnmedizin über Hochschulstart ist der Abiturdurchschnitt nicht relevant. Du hast also mit einem „schlechten“ Abiturschnitt die selben Chancen wie jemand mit „gutem“ Abiturschnitt!

Vorsicht bei Teilstudienplätzen aus Losverfahren in Medizin!

An einigen Unviersitäten werden Teilstudienplätze in Medizin besonders häufig auch im Losverfahren vergeben.Leider berechtigen Teilstudienplätze nur zum Studium bis zum Physikum. Der Studienplatz ist also auf den vorklinischen Abschnitt des Medizinstudiums an der jeweiligen Universität beschränkt. Anschließend muss man sich für einen klinischen Studienplatz bewerben, dabei steht man in Konkurrenz mit allen anderen Studenten, die innerhalb der EU Medizin studieren und einen Platz im 5. Fachsemester in Medizin an einer Universität Deutschland erhalten möchten. Dazu auch ein Fernsehbeitrag aus der ARD: „Teilstudienplatz Medizin – und raus bist du!“. Mehr über Informationen über die Chancen bei Bewerbungen für ein höheres Fachsemester in Medizin erhältst Du bei Bewerbungsrenner.

Welche Voraussetzungen müssen bei einer Anmeldung für ein Losverfahren bei den Universitäten erfüllt sein?

Die Anmeldung zum Losverfahren für einen Studienplatz in Human- oder Zahnmedizin bei den Universitäten in Deutschland ist einfach. Meistens reicht eine Postkarte oder ein Antragsformular. Weitere Unterlagen wie Abiturzeugnis, Scheine oder ein Anrechnungsbescheid sind für die Anmeldung zum Losverfahren nicht nötig. Allerdings musst Du bei der Einschreibung Deine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder ähnliches), den Leistungsstand des Vorsemesters (bei Studienplatz im höheren Fachsemester). Häufig gibt es Onlineverfahren, manchmal ist Deine Unterschrift nötig.